Ostsee: Vielfalt der Lebensräume und ihrer Bewohner

Ostseestrand auf Rügen, Foto: © chr17 / PIXELIO
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Die Ostsee ist ein einmaliges Ökosystem. Sie ist gekennzeichnet durch eine große biologische Vielfalt und charakteristische Lebensräume. In ökologisch intakter Form hat sie für uns Menschen große Bedeutung für Ernährung und Wirtschaft, beispielsweise durch den Tourismus.

Die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde. Der Salzgehalt des Wassers variiert stark: im Kattegat liegt er bei etwa 17 Gramm pro Liter, im Bottnischen Meerbusen nur bei 5 Gramm pro Liter. Das führt dazu, dass Fischarten wie Dorsch und Hering vorkommen, aber auch typische Süßwasserfische wie Barsche und Hechte.

Entstehungsgeschichtlich ist die Ostsee ein sehr junges Meer, das sich erst nach dem Zurückziehen der Gletscher und den damit verbundenen Erdhebungen und -senkungen nach der letzten Eiszeit bildete. So findet man heute noch Überreste von Siedlungen unserer mammutjagenden Vorfahren auf ihrem Grund.

Die Schwierigkeit beim Schutz dieses kleinen und flachen Meeres liegt besonders in der intensiven Nutzung und dem starken Eintrag an Nähr- und Schadstoffen. In der Ostsee, die 60 Jahre für einen vollständigen Wasseraustausch benötigt, reichern sich schnell Schadstoffe an. Deshalb gilt die Ostsee heute auch als das am stärksten verschmutzte Meer der Welt.

Die größte Herausforderung liegt darin, alle neun Anrainerstaaten mit unterschiedlichsten wirtschaftlichen Interessen dazu zu bewegen, sich gemeinsam für den Schutz der Ostsee zu engagieren. Um eine bessere Koordination und den Ausbau der Schutzmaßnahmen zu erreichen, wurde 2002 die Helsinki-Kommission (HELCOM) eingerichtet.

Mehr Informationen

  • Das Projekt "Baltic Green Belt" – Grünes Band an der Ostseeküste hat unter anderem zur Aufgabe, die Entwicklung eines ökologischen Netzwerkes unter dem Dach des Grünen Bandes Europa voranzubringen.
  • Das marine Umweltbildungsprojekt UNDINE möchte die faszinierende Unterwasserwelt der Ostsee in der Fehmarnbelt-Region durch touristische, umweltpädagogische und öffentlichkeitswirksame Aktivitäten besser sichtbar machen und sich neben der Erschließung des grünen Reichs auch für seinen langfristigen Schutz einsetzen.


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